Brutto-Netto-Rechner 2026
Berechne dein Nettogehalt aus dem Bruttolohn (2026): Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und Sozialversicherung – nach Steuerklasse.
So funktioniert der Brutto-Netto-Rechner
Gib deinen Bruttolohn ein und wähle deine Steuerklasse. Der Rechner zieht Lohnsteuer, ggf. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer sowie die Sozialversicherungsbeiträge ab und zeigt dir dein Nettogehalt 2026 – mit nachvollziehbarer Aufschlüsselung jeder einzelnen Position. So siehst du auf einen Blick, wie viel vom Bruttogehalt am Monatsende tatsächlich auf dem Konto landet.
Was wird vom Brutto abgezogen? (Werte 2026)
Steuern
- Lohnsteuer nach Einkommensteuertarif § 32a EStG – mit Grundfreibetrag von 12.348 € (Ledige) bzw. 24.696 € (zusammenveranlagte Ehepaare)
- Solidaritätszuschlag 5,5 % der Lohnsteuer – nur oberhalb der Freigrenze, die meisten Arbeitnehmer zahlen ihn nicht mehr
- Kirchensteuer 8 % (Bayern, Baden-Württemberg) bzw. 9 % (übrige Bundesländer) der Lohnsteuer – nur bei Kirchenmitgliedschaft
Sozialversicherung (Arbeitnehmeranteil 2026)
- Rentenversicherung 9,3 % (Gesamtbeitrag 18,6 %) – bis zur Beitragsbemessungsgrenze 8.450 €/Monat
- Arbeitslosenversicherung 1,3 % (Gesamtbeitrag 2,6 %) – bis 8.450 €/Monat
- Krankenversicherung 7,3 % plus halber Zusatzbeitrag (Ø 2,9 %, also +1,45 %) – bis 5.812,50 €/Monat
- Pflegeversicherung 1,8 % (mit Kind) – Kinderlose ab 23 zahlen einen Beitragszuschlag und kommen auf 2,4 %; ab dem 2. Kind gibt es bis zum 5. Kind je 0,25 % Abschlag – bis 5.812,50 €/Monat
Beitragsbemessungsgrenzen 2026 im Überblick
Oberhalb dieser Grenzen steigen die jeweiligen Sozialbeiträge nicht weiter – das ist der Grund, warum Besserverdiener prozentual etwas mehr Netto behalten als der Tarif vermuten lässt.
| Versicherung | Grenze pro Monat | Grenze pro Jahr |
|---|---|---|
| Kranken- & Pflegeversicherung | 5.812,50 € | 69.750 € |
| Renten- & Arbeitslosenversicherung | 8.450 € | 101.400 € |
Die Steuerklassen 1 bis 6 – welche passt zu dir?
Die Steuerklasse steuert, wie viel Lohnsteuer der Arbeitgeber direkt einbehält. Sie ändert nichts an deiner tatsächlichen Jahressteuerschuld – die wird erst über die Steuererklärung final ermittelt – bestimmt aber dein monatliches Netto erheblich.
| Klasse | Für wen | Besonderheit |
|---|---|---|
| 1 | Ledige, dauernd Getrenntlebende, Geschiedene, Verwitwete (nach dem Folgejahr) | Voller Grundfreibetrag, kein Entlastungsbetrag |
| 2 | Alleinerziehende mit Kindergeldanspruch | Zusätzlicher Entlastungsbetrag für Alleinerziehende |
| 3 | Verheiratete (Allein- oder Hauptverdiener), Partner hat Klasse 5 | Höchstes Netto, doppelter Grundfreibetrag – Steuererklärung Pflicht |
| 4 | Verheiratete mit ähnlich hohem Einkommen | Wie Klasse 1, optional mit Faktorverfahren |
| 5 | Verheiratete, deren Partner Klasse 3 hat (Geringerverdiener) | Niedrigstes Netto, kein Grundfreibetrag |
| 6 | Zweit- und weitere Jobs (neben dem Hauptarbeitsverhältnis) | Höchste Abzüge, kein Freibetrag |
Verheiratete können zwischen der Kombination 4/4 und 3/5 wählen. 3/5 lohnt sich, wenn ein Partner deutlich mehr verdient; 4/4 mit Faktor verteilt die Last gerechter. Der endgültige Steuerbetrag ist in jedem Fall gleich – nur die monatliche Liquidität verschiebt sich.
Rechenbeispiel: 4.000 € brutto, Steuerklasse 1
Ein lediger Arbeitnehmer in Steuerklasse 1, ohne Kirchensteuer, mit einem Kind (also ohne Pflege-Beitragszuschlag) und durchschnittlichem Krankenkassen-Zusatzbeitrag verdient 4.000 € brutto im Monat. So setzt sich sein Netto zusammen:
| Position | Satz | Betrag |
|---|---|---|
| Bruttogehalt | – | 4.000,00 € |
| Rentenversicherung | 9,3 % | − 372,00 € |
| Arbeitslosenversicherung | 1,3 % | − 52,00 € |
| Krankenversicherung | 8,75 % | − 350,00 € |
| Pflegeversicherung | 1,8 % | − 72,00 € |
| Lohnsteuer | nach § 32a EStG | − ca. 545 € |
| Solidaritätszuschlag | unter Freigrenze | 0,00 € |
| Nettogehalt | – | ca. 2.609 € |
Die Sozialabgaben summieren sich auf 846 €, die Lohnsteuer auf rund 545 €. Vom Brutto bleiben also etwa 2.609 € netto – eine Nettoquote von rund 65 %. Wer kirchensteuerpflichtig ist oder kinderlos und über 23 ist, behält entsprechend etwas weniger. Den exakten Wert für deine Konstellation liefert der Rechner oben.
Brutto-Netto-Orientierung (Steuerklasse 1, mit Kind, keine Kirchensteuer)
Diese Tabelle gibt Richtwerte, wie viel Netto bei typischen Bruttogehältern übrig bleibt. Sie dient der groben Orientierung – den genauen Betrag für dein Bundesland und deine Steuerklasse berechnet das Tool oben.
| Brutto / Monat | Netto (ca.) | Nettoquote |
|---|---|---|
| 2.500 € | ca. 1.795 € | ca. 72 % |
| 3.000 € | ca. 2.085 € | ca. 70 % |
| 4.000 € | ca. 2.609 € | ca. 65 % |
| 5.000 € | ca. 3.110 € | ca. 62 % |
Mehr Netto ohne mehr Brutto: legale Hebel
Weil von jeder Bruttoerhöhung wegen Steuerprogression und Sozialabgaben oft nur 40–65 % als Netto-Zuwachs ankommen, lohnt der Blick auf steuerfreie und steuerbegünstigte Gehaltsbausteine. Diese erhöhen dein verfügbares Einkommen, ohne das Bruttogehalt anzuheben:
- Sachbezug bis 50 €/Monat steuer- und abgabenfrei (z. B. Gutscheine, Tankkarte)
- Jobticket / Deutschlandticket als Zuschuss des Arbeitgebers – steuerfrei
- Kita-Zuschuss für nicht schulpflichtige Kinder – steuer- und sozialabgabenfrei
- Betriebliche Gesundheitsförderung bis 600 €/Jahr steuerfrei
- Dienstrad (Bike-Leasing) per Gehaltsumwandlung mit Steuervorteil
- Steuerklassenwechsel bei Verheirateten (4/4 zu 3/5 oder Faktorverfahren) für mehr monatliche Liquidität
- Freibetrag eintragen lassen (z. B. für langen Arbeitsweg) – senkt direkt die monatliche Lohnsteuer
- Betriebliche Altersvorsorge aus dem Bruttogehalt – spart heute Steuern und Sozialabgaben
Wichtig: Der Rechner liefert einen sehr guten Richtwert für gesetzlich Versicherte mit durchschnittlichem Zusatzbeitrag und unterstützt die Steuerklassen 1 bis 6. Individuelle Freibeträge, das Faktorverfahren, der private Krankenversicherungsbeitrag und Kinderfreibeträge bei der Kirchensteuer sind nicht berücksichtigt. Maßgeblich ist deine offizielle Lohnabrechnung.
Gehaltsrechner = Brutto-Netto-Rechner
„Gehaltsrechner“ und „Brutto-Netto-Rechner“ meinen dasselbe: Beide berechnen, wie viel Nettogehalt nach Abzug aller Steuern und Sozialabgaben übrig bleibt. Der Begriff Gehaltsrechner ist für monatliche Gehaltsabrechnungen gebräuchlich, Brutto-Netto-Rechner betont die Umrechnung – das Ergebnis ist identisch. Wer mit dem Jahresgehalt rechnen oder den Stundenlohn ableiten möchte, nutzt unseren Gehaltsrechner. Für Freiberufler und Selbstständige passt der EÜR-Rechner besser, und wer eine Tätigkeit gründet, prüft die Umsatzgrenze mit dem Kleinunternehmer-Rechner.
Stand 2026 · ohne Gewähr · ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Quellen: Bundesministerium der Finanzen (Grundfreibetrag & Einkommensteuertarif), GKV-Spitzenverband (Beitragssätze) und Deutsche Rentenversicherung (Beitragsbemessungsgrenzen).
Häufige Fragen
Welche Steuerklasse bringt das meiste Netto?
Das höchste monatliche Netto bringt Steuerklasse 3 – sie ist Verheirateten vorbehalten, deren Partner dann Klasse 5 hat. Für Ledige ist Klasse 1 Standard, Alleinerziehende profitieren von Klasse 2 (Entlastungsbetrag). Wichtig: Die Steuerklasse verschiebt nur, wann du zahlst – die endgültige Jahressteuer ist über die Steuererklärung für alle gleich. Bei der Kombination 3/5 ist eine Steuererklärung verpflichtend.
Warum ist mein Netto trotz Bruttoerhöhung kaum gestiegen?
Wegen der Steuerprogression und der Sozialabgaben kommt von einer Gehaltserhöhung nur ein Teil als Netto an – je nach Einkommensbereich rund 40 bis 65 Prozent. Erst oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen (5.812,50 € für KV/PV, 8.450 € für RV/ALV im Monat) steigt der Nettoanteil wieder, weil die Sozialbeiträge dann gedeckelt sind. Mehr Netto bringen oft steuerfreie Bausteine wie Jobticket, Sachbezug oder Kita-Zuschuss.
Wie unterscheidet sich das Netto nach Bundesland?
Den größten Unterschied macht die Kirchensteuer: In Bayern und Baden-Württemberg beträgt sie 8 Prozent der Lohnsteuer, in den übrigen Bundesländern 9 Prozent – aber nur bei Kirchenmitgliedschaft. Die Sozialversicherungssätze und der Lohnsteuertarif sind bundesweit identisch. Der durchschnittliche Krankenkassen-Zusatzbeitrag (Ø 2,9 % in 2026) kann je nach gewählter Krankenkasse leicht abweichen und dein Netto ebenfalls beeinflussen.
Was ist ein Gehaltsrechner?
Ein Gehaltsrechner und ein Brutto-Netto-Rechner sind dasselbe: Beide berechnen dein Nettogehalt aus dem Bruttolohn – also was nach Steuern und Sozialabgaben übrig bleibt. Der Begriff „Gehaltsrechner" wird oft synonym verwendet.
Wie wird vom Brutto das Netto berechnet?
Vom Bruttolohn werden Lohnsteuer, ggf. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer sowie die Sozialversicherungsbeiträge (Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung) abgezogen. Was übrig bleibt, ist dein Nettogehalt.
Welche Sozialabgaben fallen 2026 an?
Der Arbeitnehmeranteil beträgt 2026: Rentenversicherung 9,3 %, Arbeitslosenversicherung 1,3 %, Krankenversicherung 7,3 % plus halber Zusatzbeitrag und Pflegeversicherung 1,8 % (kinderlos 2,4 %) – jeweils bis zur Beitragsbemessungsgrenze.
Wie genau ist der Brutto-Netto-Rechner?
Der Rechner nutzt die offiziellen Werte und Formeln für 2026 (Grundfreibetrag 12.348 €, Einkommensteuertarif nach §32a EStG, durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2,9 %). Er liefert einen sehr guten Richtwert, ersetzt aber keine Lohnabrechnung – individuelle Freibeträge bleiben unberücksichtigt.
Was muss ich brutto verdienen, um 2.500 € netto zu bekommen?
Das hängt von Steuerklasse und Abgaben ab. In Steuerklasse 1 sind für rund 2.500 € netto etwa 3.700 bis 3.900 € brutto nötig. Gib im Rechner verschiedene Bruttobeträge ein, bis das gewünschte Netto erscheint.