Elterngeld-Rechner 2026
Berechne die Höhe deines Elterngeldes 2026 aus deinem Bruttogehalt vor der Geburt – Basiselterngeld und ElterngeldPlus, inklusive Geschwisterbonus und Mehrlingszuschlag.
So funktioniert der Elterngeld-Rechner
Gib dein durchschnittliches Brutto-Monatsgehalt der 12 Monate vor der Geburt und deine Steuerklasse an. Der Rechner ermittelt daraus dein Elterngeld-Netto, wendet die passende Ersatzrate an und zeigt dein Basiselterngeld sowie das ElterngeldPlus – inklusive Geschwisterbonus und Mehrlingszuschlag. Das Ergebnis ist ein Richtwert nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) mit den Werten für 2026.
Wie wird die Höhe des Elterngeldes berechnet?
Das Elterngeld ersetzt einen Teil des wegfallenden Einkommens. Maßgeblich ist die Ersatzrate auf dein Elterngeld-Netto:
| Elterngeld-Netto vor der Geburt | Ersatzrate |
|---|---|
| unter 1.000 € | 67 % steigend bis 100 % (Geringverdiener-Komponente) |
| 1.000 – 1.200 € | 67 % |
| 1.200 – 1.240 € | 67 % stufenweise fallend bis 65 % |
| ab 1.240 € | 65 % |
Der Monatsbetrag liegt beim Basiselterngeld zwischen 300 € (Mindestbetrag) und 1.800 € (Höchstbetrag). Beim ElterngeldPlus sind es 150 € bis 900 €. Geschwisterbonus und Mehrlingszuschlag kommen oben drauf.
Was ist das Elterngeld-Netto?
Maßgeblich ist nicht das Netto auf deiner Gehaltsabrechnung, sondern ein eigens berechnetes Elterngeld-Netto. Dafür zieht die Elterngeldstelle vom Brutto pauschal ab: einen Arbeitnehmer-Pauschbetrag, die Steuern nach deiner Steuerklasse sowie pauschal rund 21 % Sozialabgaben (Renten-, Kranken-/Pflege- und Arbeitslosenversicherung, jeweils nur bei Versicherungspflicht). Die Steuerklasse hat dadurch großen Einfluss: Ein Wechsel in eine günstigere Klasse rechtzeitig vor dem Bemessungszeitraum kann das Elterngeld spürbar erhöhen. Einmalzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld zählen ebenso wenig mit wie Arbeitslosen- oder Krankengeld.
Rechenbeispiel: 3.000 € brutto, Steuerklasse IV
So entsteht aus dem Brutto Schritt für Schritt der Elterngeld-Betrag:
- Brutto-Monatsgehalt: 3.000 € (Durchschnitt der 12 Monate vor der Geburt)
- minus Steuern (StKl IV) und minus rund 21 % Sozialabgaben sowie Arbeitnehmer-Pauschbetrag → Elterngeld-Netto ca. 1.920 €
- Ersatzrate 65 % (Netto über 1.240 €): 1.920 € × 65 % ≈ 1.250 € Basiselterngeld pro Monat
- als ElterngeldPlus wären es rund 625 € pro Monat, dafür doppelt so lange
Lebt ein älteres Geschwisterkind im Haushalt, käme ein Geschwisterbonus von 10 % (mindestens 75 €) hinzu – in diesem Beispiel rund 125 €, also etwa 1.375 € im Monat. Den genauen Wert für dein Einkommen liefert der Rechner oben sofort.
Wie viel Brutto für den Höchstbetrag von 1.800 €?
Den Höchstbetrag erreichst du ab einem Elterngeld-Netto von rund 2.770 € (2.770 € × 65 % ≈ 1.800 €). Je nach Steuerklasse entspricht das etwa folgendem Bruttogehalt:
| Elterngeld-Netto | Brutto (grobe Orientierung) | Basiselterngeld |
|---|---|---|
| 1.000 € | ca. 1.500 € | 670 € |
| 1.920 € | ca. 3.000 € | ca. 1.250 € |
| 2.770 € und mehr | ca. 4.500 – 4.900 € | 1.800 € (Höchstbetrag) |
Über 2.770 € Elterngeld-Netto steigt das Elterngeld nicht weiter – der Betrag ist bei 1.800 € gedeckelt.
Wer hat Anspruch auf Elterngeld?
Anspruch hast du, wenn du folgende Voraussetzungen erfüllst:
- Du betreust und erziehst dein Kind nach der Geburt selbst und lebst mit ihm in einem Haushalt.
- Du arbeitest während des Bezugs höchstens 32 Wochenstunden im Durchschnitt.
- Du wohnst in Deutschland (Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt).
- Dein zu versteuerndes Einkommen (zvE) liegt unter der Einkommensgrenze.
Für Geburten ab dem 1. April 2025 gilt eine einheitliche Einkommensgrenze von 175.000 € zvE – sowohl für Paare als auch für Alleinerziehende. Wird sie überschritten, entfällt der Anspruch. Anspruch haben leibliche Eltern ebenso wie Adoptiv-, Pflege- und in bestimmten Fällen Stiefeltern.
Basiselterngeld, ElterngeldPlus oder Partnerschaftsbonus?
Die drei Varianten lassen sich frei kombinieren. Der Überblick:
| Variante | Monatsbetrag | Bezugsdauer | Sinnvoll, wenn … |
|---|---|---|---|
| Basiselterngeld | voller Betrag (300 – 1.800 €) | 12 Lebensmonate, mit Partnermonaten 14 | du in der Anfangszeit ganz zu Hause bleibst |
| ElterngeldPlus | halber Betrag (150 – 900 €) | doppelt so lange, bis zu 24+ Monate | du früh in Teilzeit zurückkehrst |
| Partnerschaftsbonus | je ElterngeldPlus-Betrag | +4 zusätzliche Monate je Elternteil | beide gleichzeitig 24–32 Std/Woche arbeiten |
Die zwei zusätzlichen Partnermonate gibt es, wenn beide Eltern Elterngeld beziehen und beim Einkommen für mindestens zwei Monate ein Wegfall vorliegt. Ein Elternteil kann mindestens zwei, höchstens zwölf Basismonate nehmen.
Geschwisterbonus und Mehrlingszuschlag
Den Geschwisterbonus von 10 % (mindestens 75 € beim Basiselterngeld) erhältst du, wenn in deinem Haushalt lebt: ein weiteres Kind unter 3 Jahren und zwei Kinder, oder drei und mehr Kinder unter 6 Jahren, oder ein Kind mit Behinderung unter 14 Jahren. Bei Mehrlingen kommt der Mehrlingszuschlag hinzu: 300 € pro weiterem Kind beim Basiselterngeld bzw. 150 € beim ElterngeldPlus. Beide Boni lassen sich kombinieren.
Elterngeld bei Teilzeit und Hinzuverdienst
Du darfst während des Bezugs bis zu 32 Wochenstunden arbeiten. Dann wird das Einkommen aus der Teilzeit angerechnet: Das Elterngeld ersetzt die Ersatzrate auf die Differenz zwischen dem Einkommen vor der Geburt und dem aktuellen Teilzeit-Einkommen. Für längere Teilzeitphasen ist ElterngeldPlus meist die bessere Wahl, weil der halbe Monatsbetrag dann über die doppelte Zeit läuft und mit dem Teilzeitlohn besser harmoniert. Wie viel netto vom Teilzeitlohn bleibt, zeigt unser Brutto-Netto-Rechner.
Elterngeld für Selbstständige
Bei Selbstständigen ist der Bemessungszeitraum nicht das Kalenderjahr, sondern das letzte abgeschlossene Wirtschaftsjahr vor der Geburt. Grundlage ist der steuerpflichtige Gewinn laut Steuerbescheid, geteilt durch 12. Davon werden – wie bei Angestellten – pauschal Steuern und Sozialabgaben abgezogen, um das Elterngeld-Netto zu bestimmen. Wer vor der Geburt kein Einkommen hatte, erhält den Mindestbetrag von 300 € (bzw. 150 € beim ElterngeldPlus).
Antrag, Fristen und Steuern
Den Antrag stellst du bei der für deinen Wohnort zuständigen Elterngeldstelle, in vielen Bundesländern online über ElterngeldDigital. Elterngeld wird höchstens für 3 Lebensmonate rückwirkend gezahlt – stelle den Antrag also früh, idealerweise in den ersten Lebensmonaten. Typische Unterlagen sind Geburtsurkunde, Einkommensnachweise der 12 Monate vor der Geburt und gegebenenfalls die Bescheinigung des Arbeitgebers über die Elternzeit. Die Bearbeitung dauert oft mehrere Wochen.
Elterngeld ist steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt: Es erhöht den Steuersatz auf deine übrigen Einkünfte und kann in der Steuererklärung zu einer Nachzahlung führen. Ähnlich funktioniert das beim Krankengeld. Wie sich Elterngeld zum Kindergeld verhält: Beide Leistungen werden nicht gegeneinander verrechnet, du erhältst sie parallel.
Stand 2026 · ohne Gewähr · ersetzt keine Beratung. Der Rechner liefert einen Richtwert nach BEEG für gesetzlich versicherte Arbeitnehmer. Selbstständige, Beamte sowie Einkommen aus mehreren Quellen werden abweichend behandelt. Maßgeblich ist allein der Bescheid deiner Elterngeldstelle.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Einkommensgrenze beim Elterngeld 2026?
Für Geburten ab dem 1. April 2025 gilt eine einheitliche Grenze von 175.000 € zu versteuerndem Einkommen (zvE) – sowohl für Paare als auch für Alleinerziehende. Liegt das zvE darüber, entfällt der Anspruch auf Elterngeld vollständig.
Wie lange wird Elterngeld gezahlt?
Basiselterngeld gibt es für bis zu 12 Lebensmonate, mit zwei Partnermonaten für 14. ElterngeldPlus halbiert den Monatsbetrag und läuft dafür doppelt so lange. Über den Partnerschaftsbonus kommen bis zu 4 weitere ElterngeldPlus-Monate je Elternteil hinzu, wenn beide gleichzeitig 24–32 Wochenstunden arbeiten.
Bis wann muss ich Elterngeld beantragen?
Den Antrag stellst du bei der zuständigen Elterngeldstelle, in vielen Bundesländern online über ElterngeldDigital. Elterngeld wird höchstens für 3 Lebensmonate rückwirkend gezahlt – stelle den Antrag deshalb möglichst früh nach der Geburt, damit dir keine Monate verloren gehen.
Darf ich während des Elterngeldbezugs arbeiten?
Ja, bis zu 32 Wochenstunden im Durchschnitt. Das Teilzeiteinkommen wird allerdings angerechnet: Das Elterngeld ersetzt die Ersatzrate nur auf die Differenz zwischen dem Einkommen vor der Geburt und dem aktuellen Teilzeitverdienst. Für längere Teilzeit ist ElterngeldPlus meist die günstigere Variante.
Wie wird Elterngeld bei Selbstständigen berechnet?
Bei Selbstständigen zählt das letzte abgeschlossene Wirtschaftsjahr vor der Geburt. Grundlage ist der steuerpflichtige Gewinn laut Steuerbescheid, geteilt durch 12. Davon werden pauschal Steuern und Sozialabgaben abgezogen. Ohne Einkommen vor der Geburt gilt der Mindestbetrag von 300 € (bzw. 150 € beim ElterngeldPlus).
Wie viel Elterngeld bekomme ich?
Das Basiselterngeld beträgt 65–67 % deines Elterngeld-Nettos vor der Geburt, bei niedrigem Einkommen mehr. Es liegt zwischen 300 € und 1.800 € im Monat. Bei rund 2.500 € Brutto und Steuerklasse 1 sind es etwa 1.100 €. Der Rechner ermittelt deinen Wert sofort.
Wie wird das Elterngeld berechnet?
Grundlage ist das durchschnittliche Elterngeld-Netto der 12 Monate vor der Geburt. Davon erhältst du die Ersatzrate: 67 % bei 1.000–1.200 € Netto, darunter steigend bis 100 %, darüber fallend bis 65 %. Das Elterngeld-Netto wird pauschaliert aus dem Brutto ermittelt.
Wie viel muss ich verdienen, um 1.800 € Elterngeld zu bekommen?
Den Höchstbetrag von 1.800 € erreichst du ab einem Elterngeld-Netto von rund 2.770 €. Das entspricht je nach Steuerklasse etwa 4.500–4.900 € brutto im Monat.
Wann bekomme ich 100 % Elterngeld?
Die volle Ersatzrate von 100 % gibt es nur bei sehr niedrigem Elterngeld-Netto: Je 2 €, um die das Netto unter 1.000 € liegt, steigt die Rate um 0,1 Prozentpunkte über 67 % – 100 % werden bei rund 340 € Netto erreicht.
Was ist der Unterschied zwischen Basiselterngeld und ElterngeldPlus?
Basiselterngeld wird für maximal 12 (mit Partnermonaten 14) Lebensmonate gezahlt. ElterngeldPlus halbiert den Monatsbetrag, wird dafür aber doppelt so lange gezahlt – ideal, wenn du in Teilzeit arbeitest.
Wie hoch ist der Geschwisterbonus?
Lebt ein älteres Geschwisterkind im Haushalt (Voraussetzungen zum Alter beachten), erhöht sich das Elterngeld um 10 %, mindestens aber um 75 € pro Monat beim Basiselterngeld.