Stundensatz berechnen – kostenloser Rechner für Freelancer
Stundensatz Rechner für Freelancer und Selbstständige: Berechne deinen Mindest-Stundensatz und empfohlenen Stundensatz auf Basis von Wunscheinkommen, Betriebskosten, Steuerquote und realistischer Auslastung – kostenlos.
Stundensatz berechnen – so funktioniert die Formel
Der Mindest-Stundensatz ergibt sich aus zwei Größen: dem Jahresumsatz-Bedarf (Wunscheinkommen netto + Steuer + Betriebskosten) und den abrechenbaren Jahresstunden.
Stundensatz = Jahresumsatz-Bedarf ÷ abrechenbare Stunden
Die abrechenbaren Stunden sind der entscheidende Faktor. Von 260 möglichen Arbeitstagen gehen Urlaub, Krankheit, Feiertage und nicht-abrechenbare Zeit (Akquise, Buchhaltung, Weiterbildung) ab. Realistisch bleiben 800–1.400 abrechenbare Stunden pro Jahr.
Typische Freelancer-Stundensätze in Deutschland 2026
| Branche / Profil | Stundensatz (Median) | Tagessatz (8h) |
|---|---|---|
| IT / Softwareentwicklung | 100–140 € | 800–1.120 € |
| Data Science / KI | 110–160 € | 880–1.280 € |
| UX / Webdesign | 75–110 € | 600–880 € |
| Marketing / SEO | 60–95 € | 480–760 € |
| Texter / Redaktion | 50–80 € | 400–640 € |
| Unternehmensberatung | 120–200 € | 960–1.600 € |
| Projektmanagement | 85–130 € | 680–1.040 € |
Quelle: Freelancermap Stundensatz-Umfrage 2025/2026 · Durchschnitt aller Branchen: ~103 €/h.
Der unterschätzte Faktor: Nicht-abrechenbare Zeit
Wer den Stundensatz nur aus Wunscheinkommen ÷ Jahresstunden berechnet, landet zu niedrig. In der Praxis verbringen Freelancer 25–40 % der Arbeitszeit mit Tätigkeiten, die sich nicht in Rechnung stellen lassen:
- Kundenakquise & Angebote schreiben
- Buchhaltung & Steuer (10–15 Stunden/Monat)
- Weiterbildung & Zertifizierungen
- Networking, Konferenzen, Social Media
- Vertragsverhandlungen & Administrative Aufgaben
Steuer: Wie viel muss ich einplanen?
Als Selbstständiger oder Freiberufler fallen folgende Steuerposten an:
| Steuerart | Satz | Hinweis |
|---|---|---|
| Einkommensteuer | 14–45 % | progressiv, ab ~14.000 € Gewinn relevant |
| Solidaritätszuschlag | 0–5,5 % | ab ca. 18.130 € Steuer (2026) |
| Gewerbesteuer | ca. 7–17 % | nur Gewerbetreibende; Freibetrag 24.500 € |
| Krankenversicherung (PKV) | 350–700 €/Mon. | als Betriebskosten oder Sonderausgabe |
| Umsatzsteuer (MwSt.) | 19 % (7 %) | fließt durch – kein echter Einkommensverlust |
Als Faustregel gelten 25–35 % Steuer- & Sozialquote für Einkommen zwischen 40.000–90.000 € Gewinn.
Stundensatz vs. Tagessatz
Viele Kunden und Plattformen arbeiten mit Tagessätzen (auch „Daily Rate").
Der Tagessatz ist schlicht Stundensatz × Arbeitsstunden pro Tag.
Bei 100 €/h und 8h/Tag ergibt sich ein Tagessatz von 800 €.
In der IT und Beratung werden Tagessätze von 800–1.600 € als marktüblich angesehen.
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Richtwerte ohne Gewähr. Steuerliche Angaben basieren auf dem Rechtsstand 2026 und ersetzen keine Steuerberatung. Individuelle Werte können abweichen.
Häufige Fragen
Wie berechne ich meinen Stundensatz als Freelancer?
Addiere Wunscheinkommen (hochgerechnet auf Brutto) + Betriebskosten, teile das Ergebnis durch die realistisch abrechenbaren Jahresstunden. Bei 60.000 € Nettowunsch, 30 % Steuerquote, 3.000 € Betriebskosten und 1.000 abrechenbaren Stunden ergibt das rund 90 € / Stunde als Mindest-Stundensatz.
Wie viele Stunden im Jahr kann ich als Freelancer verrechnen?
Realistisch sind 800–1.400 abrechenbare Stunden pro Jahr. Von 260 möglichen Arbeitstagen gehen Urlaub (ca. 25 Tage), Krankheit (ca. 10 Tage), Feiertage (ca. 11 Tage) und nicht-abrechenbare Zeit für Akquise, Buchhaltung und Weiterbildung (ca. 30 %) ab.
Was ist ein guter Stundensatz in Deutschland?
Der Durchschnitt liegt laut Freelancermap 2026 bei rund 103 €/Stunde. IT und Softwareentwicklung erzielen 100–140 €, Unternehmensberater 120–200 €, Designer und Marketer 60–110 €. Der Stundensatz hängt stark von Branche, Erfahrung und Auslastung ab.
Wie viel Steuer muss ein Freelancer einplanen?
Als Faustregel gelten 25–35 % Steuer- und Sozialquote bei einem Jahresgewinn zwischen 40.000–90.000 €. Darin enthalten sind Einkommensteuer und ggf. Gewerbesteuer. PKV-Beiträge (350–700 €/Monat) kommen als separate Betriebskosten dazu.
Was ist der Unterschied zwischen Stundensatz und Tagessatz?
Der Tagessatz ist schlicht Stundensatz × Arbeitsstunden pro Tag. Bei 100 €/h und 8h/Tag beträgt der Tagessatz 800 €. Viele Kunden und Plattformen kommunizieren lieber Tagessätze (Daily Rate). In der IT und Beratung sind Tagessätze von 800–1.600 € marktüblich.