PayPal-Gebühren-Rechner
Berechne die PayPal-Gebühren 2026: Wie viel zieht PayPal bei einer gewerblichen Zahlung ab und was bleibt netto? Auch rückwärts – wie viel du anfordern musst, um einen Zielbetrag zu behalten.
So funktioniert der PayPal-Gebühren-Rechner
Gib den Betrag ein und wähle die Zahlungsart. Im Modus „Ich empfange diesen Betrag" siehst du, wie viel PayPal abzieht und was netto bei dir bleibt. Im Modus „Netto behalten" rechnet das Tool rückwärts: wie viel du anfordern musst, damit dein Zielbetrag ankommt. Der Rechner ist kostenlos, läuft direkt im Browser und speichert keine Eingaben.
Wie hoch sind die PayPal-Gebühren 2026?
Für inländische Zahlungen in Deutschland gilt:
| Zahlungsart | Gebühr |
|---|---|
| Waren & Dienstleistungen (gewerblich, Inland) | 2,49 % + 0,35 € |
| Freunde & Familie (Inland, aus Guthaben/Bankkonto) | kostenlos |
Die Gebühr trägt immer der Empfänger. Beispiel: Bei 50 € gewerblich zieht PayPal rund 1,60 € ab – es bleiben etwa 48,40 €.
Alle PayPal-Gebühren im Überblick (Inland, Stand 2026)
Der Standardfall „Waren & Dienstleistungen" ist nur einer von mehreren Tarifen. PayPal staffelt die Gebühr nach Transaktionsart. Diese Tabelle fasst die für Verkäufer und Empfänger wichtigsten Inlands-Tarife zusammen:
| Transaktionsart | Prozent | Festgebühr |
|---|---|---|
| Waren & Dienstleistungen (Standard) | 2,49 % | 0,35 € |
| Verkauf per QR-Code (gewerblich) | 2,99 % | 0,39 € |
| Mikrozahlungen (kleine Beträge, auf Antrag) | 4,99 % | 0,09 € |
| Spenden (kommerziell) | 2,49 % | 0,35 € |
| Gemeinnützige Spenden (anerkannte Organisation) | 1,50 % | 0,35 € |
| Freunde & Familie (Inland, Guthaben/Bankkonto) | 0,00 % | 0,00 € |
Der höhere Mikrozahlungs-Tarif lohnt sich nur für sehr kleine Beträge: Wegen der niedrigen Festgebühr von 0,09 € statt 0,35 € ist er bei Cent- und Euro-Beträgen oft günstiger als der Standardtarif – ab etwa 10 € wird der Standardtarif wieder vorteilhafter.
PayPal-Gebühr Schritt für Schritt: ein durchgerechnetes Beispiel
Angenommen, du verkaufst gewerblich ein Produkt für 120 € und der Käufer zahlt über „Waren & Dienstleistungen" im Inland. So rechnest du die Gebühr von Hand nach:
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1. Prozentanteil | 120 € × 2,49 % | 2,988 € |
| 2. Festgebühr addieren | 2,988 € + 0,35 € | 3,338 € |
| 3. Gebühr (gerundet) | auf 2 Stellen | 3,34 € |
| 4. Netto-Auszahlung | 120 € − 3,34 € | 116,66 € |
Von 120 € bleiben dir also rund 116,66 €. Der Rechner oben übernimmt diese Rundung automatisch – bei vielen kleinen Beträgen kann das Endergebnis um ein bis zwei Cent von der Handrechnung abweichen, weil PayPal je Transaktion kaufmännisch rundet.
PayPal-Gebühr rückwärts berechnen
Möchtest du einen bestimmten Betrag netto behalten, teile den Zielbetrag plus Festgebühr durch (1 − Prozentsatz): (Zielbetrag + 0,35 €) ÷ (1 − 0,0249). Für 50 € netto musst du also rund 51,64 € anfordern. Genau das macht der Modus „Netto behalten". Ein zweites Beispiel: Für 100 € netto ergibt (100 + 0,35) ÷ 0,9751 ≈ 102,91 €, die du in Rechnung stellen musst.
PayPal-Gebühren bei Auslandszahlungen und Fremdwährung
Empfängst du Geld aus dem Ausland, kommt zum Inlandssatz ein regionaler Aufschlag hinzu. Er richtet sich danach, woher die Zahlung stammt:
| Herkunft der Zahlung | Aufschlag auf „Waren & Dienstleistungen" |
|---|---|
| Europäischer Wirtschaftsraum (EWR) | + 0,00 % |
| Großbritannien | + 1,29 % |
| USA & Kanada | + 1,99 % |
| Übrige Länder | + 2,99 % |
Kommt zusätzlich eine Währungsumrechnung ins Spiel, schlägt PayPal auf den Basis-Wechselkurs noch einen Aufschlag von rund 3 % auf. Dieser Kurs-Aufschlag ist in der angezeigten Gebühr oben nicht enthalten. Wer Beträge zwischen Währungen vergleichen möchte, nutzt dafür unseren Währungsrechner mit tagesaktuellen EZB-Kursen als neutrale Referenz.
Günstigere Konditionen ab höherem Umsatz (Händlerkonditionen)
Wer regelmäßig größere Beträge über ein PayPal-Geschäftskonto empfängt, kann reduzierte Sätze beantragen. Die Prozentgebühr für „Waren & Dienstleistungen" sinkt dann gestaffelt nach monatlichem Umsatz, die Festgebühr von 0,35 € bleibt:
| Monatlicher Umsatz | Prozentsatz |
|---|---|
| bis 2.000 € | 2,49 % |
| 2.000,01 € – 5.000 € | 2,19 % |
| 5.000,01 € – 25.000 € | 1,99 % |
| 25.000,01 € – 100.000 € | 1,79 % |
| über 100.000 € | 1,49 % |
Diese reduzierten Sätze gelten nur, wenn PayPal die Händlerkonditionen für dein Konto aktiv freischaltet. Prüfe deine individuell hinterlegten Gebühren immer in deinem PayPal-Geschäftskonto.
Was kostet die Auszahlung auf dein Bankkonto?
Das Überweisen deines PayPal-Guthabens auf dein Bankkonto ist bei der Standard-Überweisung kostenlos und dauert in der Regel ein bis zwei Bankarbeitstage. Wählst du die Sofort-Auszahlung, behält PayPal dafür eine Gebühr von rund 1 % des Betrags ein. Für die meisten Verkäufer reicht die kostenlose Standard-Auszahlung.
Steuer und Buchhaltung: PayPal-Gebühren richtig behandeln
Für gewerbliche Verkäufer und Selbstständige sind PayPal-Gebühren Betriebsausgaben und mindern den steuerpflichtigen Gewinn. Wichtig ist die korrekte Verbuchung: Erfasse die Bruttoeinnahme (den vollen Verkaufspreis) und die Gebühr separat als Aufwand – nicht nur den Netto-Eingang. Sonst geht der Abzug der Gebühr verloren. Den enthaltenen Umsatzsteueranteil deines Verkaufspreises ermittelst du bequem mit unserem Mehrwertsteuer-Rechner.
Häufige Sonderfälle und Stolperfallen
- Rückerstattung an den Käufer: Erstattest du eine Zahlung, gibt PaySeller in der Regel den prozentualen Gebührenanteil zurück, die Festgebühr von 0,35 € bleibt jedoch einbehalten.
- Gebühr auf den Käufer aufschlagen: Bei privaten Verkäufen über „Netto behalten" ist das üblich. Im gewerblichen B2C-Geschäft ist ein gesonderter Aufschlag für gängige Zahlungsmittel rechtlich eingeschränkt – kalkuliere die Gebühr besser direkt in den Preis ein.
- Käuferschutz: Eine separate Käuferschutz-Gebühr gibt es nicht. Der Käuferschutz ist in der Verkäufergebühr bereits enthalten.
- Geschäftskonto-Pflicht: Wer regelmäßig gewerblich verkauft, benötigt nach den PayPal-Bedingungen ein Geschäftskonto. Private Konten sind für gewerbliche Zahlungen nicht vorgesehen.
Passende Rechner für deine Kalkulation
- Mehrwertsteuer-Rechner – Umsatzsteuer (19 % oder 7 %) aus dem Brutto herausrechnen oder aufschlagen.
- Währungsrechner – Beträge mit tagesaktuellen EZB-Kursen umrechnen, als neutrale Referenz zum PayPal-Wechselkurs.
- Skonto-Rechner – Skontobetrag und effektiven Jahreszins bei Rechnungen berechnen.
- Prozentrechner – Prozentwerte, Prozentsätze und Grundwerte schnell bestimmen.
- Brutto-Netto-Rechner – vom Bruttolohn zum Nettolohn 2026.
- Stundenlohn-Rechner – Stundensatz aus Monats- oder Jahreslohn ableiten.
Hinweis: Werte für inländische Zahlungen (Stand 2026). Für Zahlungen aus dem Ausland und Währungsumrechnungen fallen zusätzliche Gebühren an, die im Hauptergebnis nicht enthalten sind. PayPal kann seine Konditionen jederzeit ändern; maßgeblich sind deine individuell hinterlegten Gebühren im PayPal-Konto. Alle Angaben ohne Gewähr – dieser Rechner ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung.
Häufige Fragen
Wie hoch sind die PayPal-Gebühren bei Mikrozahlungen?
Für sehr kleine Beträge bietet PayPal auf Antrag den Mikrozahlungs-Tarif von 4,99 % + 0,09 € an. Wegen der niedrigen Festgebühr ist er bei Cent- und kleinen Euro-Beträgen oft günstiger als der Standardtarif (2,49 % + 0,35 €). Ab etwa 10 € lohnt sich wieder der Standardtarif.
Welche Gebühren fallen bei PayPal-Zahlungen aus dem Ausland an?
Zum Inlandssatz von 2,49 % + 0,35 € kommt ein regionaler Aufschlag hinzu: 0 % innerhalb des EWR, +1,29 % aus Großbritannien, +1,99 % aus den USA und Kanada und +2,99 % aus übrigen Ländern. Bei einer Währungsumrechnung schlägt PayPal zusätzlich rund 3 % auf den Basis-Wechselkurs auf.
Bekomme ich die PayPal-Gebühr bei einer Rückerstattung zurück?
Wenn du eine Zahlung an den Käufer erstattest, gibt PayPal in der Regel den prozentualen Gebührenanteil zurück. Die Festgebühr von 0,35 € pro Transaktion bleibt jedoch einbehalten. Plane das bei häufigen Rücksendungen in deine Kalkulation ein.
Kann ich PayPal-Gebühren von der Steuer absetzen?
Ja. Für Gewerbetreibende und Selbstständige sind PayPal-Gebühren Betriebsausgaben und mindern den steuerpflichtigen Gewinn. Verbuche dazu die volle Bruttoeinnahme und die Gebühr separat als Aufwand – nicht nur den Netto-Eingang, sonst geht der Abzug verloren.
Sinken die PayPal-Gebühren bei höherem Umsatz?
Über ein PayPal-Geschäftskonto kannst du Händlerkonditionen beantragen. Der Prozentsatz für Waren & Dienstleistungen sinkt dann gestaffelt: 2,19 % ab 2.000 €, 1,99 % ab 5.000 €, 1,79 % ab 25.000 € und 1,49 % ab 100.000 € Monatsumsatz. Die Festgebühr von 0,35 € bleibt bestehen. Die Sätze gelten nur, wenn PayPal sie für dein Konto freischaltet.
Gibt es bei PayPal eine separate Käuferschutz-Gebühr?
Nein. Eine eigene Gebühr für den Käuferschutz gibt es nicht. Der Käuferschutz ist in der Verkäufergebühr für Waren & Dienstleistungen bereits enthalten. Bei Zahlungen an Freunde und Familie gilt der Käuferschutz allerdings nicht.
Wie hoch sind die PayPal-Gebühren?
Für gewerbliche inländische Zahlungen (Waren & Dienstleistungen) verlangt PayPal in Deutschland 2,49 % des Betrags plus 0,35 € Festgebühr pro Transaktion. Bei 50 € sind das rund 1,60 €, es bleiben also etwa 48,40 €.
Wer zahlt die PayPal-Gebühren – Käufer oder Verkäufer?
Die Gebühr trägt immer der Empfänger des Geldes, also der Verkäufer bzw. Händler. Der zahlende Kunde überweist den vollen Betrag ohne Abzug.
Sind Zahlungen an Freunde und Familie kostenlos?
Innerhalb Deutschlands ist das Senden an Freunde und Familie kostenlos, wenn es aus dem PayPal-Guthaben oder per Lastschrift vom Bankkonto bezahlt wird. Bei Kartenzahlung oder Auslandsüberweisung können Gebühren anfallen.
Wie viel muss ich anfordern, damit ein bestimmter Betrag ankommt?
Stelle den Rechner auf „Netto behalten“: Für 50 € netto musst du bei gewerblicher Zahlung rund 51,64 € anfordern. Die Formel lautet (Zielbetrag + 0,35 €) ÷ (1 − 0,0249).
Darf ich die PayPal-Gebühr dem Käufer aufschlagen?
Bei privaten Verkäufen ist das üblich, indem du den Käufer um die Gebühr mehr bittest (Modus „Netto behalten“). Gewerblich ist ein gesondertes Aufschlagen von Zahlungsgebühren rechtlich allerdings eingeschränkt.
Wie viel PayPal-Gebühr fällt bei 100 € an?
Bei einer gewerblichen Zahlung über 100 € zieht PayPal in Deutschland 2,49 % + 0,35 € ab, also rund 2,84 € – es bleiben etwa 97,16 €. Bei „Freunde & Familie“ im Inland ist die Zahlung kostenlos.